Romedius Pilgerweg über die Alpen

Zu Fuß über die Alpen

200 Kilometer und rund 10.000 Höhenmeter durch die Tiroler und Trentiner Berge und Täler von Thaur bei Innsbruck bis nach San Romedio im Trentino

Dieser Weg, der im Jahre 2014 ins Leben gerufen wurde, gilt als erster hochalpiner Pilgerweg der im Geiste der Zusammenarbeit der Tiroler Landesteile Nord- und Südtirol sowie dem Trentino errichtet wurde. Der Tourverlauf beeindruckt durch die landschaftliche Vielfalt.

Knapp 200 Kilometer und rund 10.000 Höhenmeter sind durch die Tiroler und Trentiner Berge und Täler von Thaur bei Innsbruck bis nach San Romedio im Trentino zu durchwandern. Dabei passiert man viele landschaftliche Höhepunkte wie die Sillschlucht, das Trunajoch, den Oberberger See, die Maurerscharte, das Innerpflersch- und Ridnauntal, das Schneeberggebiet, die Spronser Seen und das mediterrane Etschtal mit dessen Weinbergen und Obstplantagen. Unterwegs warten viele Pilgerstätten wie das Romedius-Kirchl, Maria Waldrast, Unsere lieben Frauen im Walde und San Romedio zur inneren Einkehr auf.

Der Heilige Romedius gilt als der Schutzpatron der Pilger und Wanderer. Er soll nach Überlieferungen von Thaur bis in Trentiner Nonstal auf einem Bären geritten sein. Daher wird er meist mit Pilgerstab und einem Bären dargestellt.


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Nach der Stadlalm erblicke ich ein typisches Alpenpanorama mit vielen Rindern, reißendem Gebirgsbach und verschneiten Gipfeln am Horizont. Darüber hinaus blühen im Sonnenlicht alle erdenklichen Blumen, wie Almrosen, Enzian, Trollblumen und viele mehr. Es ist einfach perfekt. Durch die wunderschöne Umgebung wird auch meine Kondition animiert. Sie wird spürbar besser. Ich kann dies auch gebrauchen, da ich noch bis zur Scharte und dann auf der anderen Seite hinab ins Passeiertal will. Wo der Übergang genau ist, kann ich von hier aus nicht ausmachen. Ich hoffe nur, dass alles weitestgehend schneefrei ist. Die Wirtin bejahte dies zwar heute Morgen, sie sagte aber auch, dass auf der Nordseite noch Schnee liegen könnte.

Nach etwa zwei Stunden Gehzeit muss ich den wilden Ridnauner Bach queren. Die Brücke ist aber der Schneeschmelze weitgehend zum Opfer gefallen. Sie hängt nur so recht und schlecht an zwei Stahlseilen, die jeweils an den Rändern befestigt sind. Hier soll ich jetzt drüber? Über den Bach führt auch kein anderer Weg. Durch das viele Wasser ist auch eine derartige Durchquerung nicht möglich. Ich teste daher die Stahlseile auf Stabilität. Meines Erachtens sollten die mich aushalten. Ich balanciere so auf dem Seil. Den zweiten Strang führe ich in der Hand. Etwa zwei Meter unter mir rauscht der wilde hochwasserführende Bach. Das Ganze ist etwas heikel, geht aber gut. Wanderer ohne dieses Stück Selbstvertrauen müssen hier umkehren.

Die weiteren Höhenmeter steigen nur langsam an. Der Weg ist dafür auch relativ leicht zu begehen. Auf 2.000 Meter Höhe sehe ich die nächste große Bergwerksanlage mit einem Stolleneingang namens Poschhausstollen. Nach meinem Verständnis führt der Stollen durch den Berg zur Schneeberghütte. Vielleicht könnte ich auch durch den Stollen gehen? Da würde mir der große Übergang erspart geblieben. Aber solche Schächte sind nichts für mich. Ich sehe lieber die Sonne, auch wenn es anstrengender sein wird. Daneben führt eine 526 Meter lange sogenannte Kastenbremsanlage steil nach oben. Diesen Weg gilt es jetzt zu überwinden. Bei einer gefühlten 45-Grad-Steigung geht es auf rund 2.200 Meter nach oben. Es läuft sich mit Unterstützung der Teleskopstöcke ganz gut. Viele kleine Pausen lege ich auf dieser Strecke ein.

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