Mountainbike Transalpen

Transalp Klassik: Mittenwald – Riva del Garda

Für die erste Transalp plante Andreas Hartmann eine abgewandelte klassische Variante mit dem Start im bayerischen Mittenwald und Ziel am Gardasee. Besondere Höhepunkte der Tour stellen das Leutaschtal, die faszinierenden Aussichten von der Venetalm, das grandiose Uinatal, die Pässe Umbrail und Gavia sowie das Bergsteigerdorf Madonna di Campiglio dar. Die Strecke ist mit etwa 450 Kilometern und 14.000 Höhenmetern anspruchsvoll.

Transalp Walserwege: Fischen/Allgäu – Locarno/Lago Maggiore

Als zweite Alpenüberquerung mit dem Mountainbike ist eine Route, die in der einschlägigen Literatur kaum vorkommt. Die sogenannten Walserwege führen über die Pässe Hochalp, Kunkels, Oberalp, St. Gotthard, Nufenen und Griessee in Verbindung mit den herrlichen Landschaften der Walsertäler, der Rheinschlucht, des Bedrettotals und des Piemonts. Das Ziel wartet nach sechs Etappen, 460 km und knapp 10.000 Höhenmetern am Lago Maggiore.

Transalp Tauern-Dolomiti-Adria: Kufstein – Venedig

Hartmanns dritte Alpenüberquerung mit dem Mountainbike führt von Kufstein bis an die Adriaküste nach Venedig. Die Tour ist mit zahllosen Highlights gespickt: Kufstein am Inn, Hochbrixen bei Söll, das Stangenjoch an der Grenze zum Salzburger Land, die Krimmler Wasserfälle, der sich anschließende Krimmler Tauernpass zur Überquerung des Alpenhauptkammes auf 2.633 m, der Panoramaweg am Kronplatz, das sanfte Rautal zur Pederühütte, das wildromantische Fanestal in den Dolmiten, die imposante Landschaft bei Cortina d’Ampezzo, die über 2.000 m hohen Berghütten Cinque Torri und Averau, der traumhafte Aussichtsberg Monte Fertazzo, der Lago di Santa Croce, die lieblichen Weinlandschaften am Piave und letztendlich das blaue Meer der Adria mit der Lagunenstadt Venedig. Abwechslungsreicher und interessanter kann eine solche Tour wohl kaum sein. 470 km und knapp 9.000 Höhenmeter stehen in acht Tagen auf dem Programm.


Vortrag zu drei Alpenüberquerungen mit dem Mountainbike

  • auch einzeln buchbar
  • Umfang: Impulsvortrag mit jeweils etwa 300-400 ausgewählte Fotos
  • Dauer: etwa 90 Minuten
  • Kosten: auf Anfrage
  • Eine passende Fotoausstellung mit großformatigen Bildmaterial ist bei Bedarf selbstverständlich dabei.
  • Angebot für Vortrag mittels Kontaktformular anfordern

Blick ins Buch (Auszug aus Transalp Klassik, 3. Etappe)

Auf den weiteren Weg nach oben markiert ein großes Kupferschild mit der Aufschrift “Schweiz” die Grenze. Um 10.30 Uhr bin ich schließlich an der Heidelberger Hütte in reichlich 2.200 m Höhe. Dort gönne ich mir eine große Apfelsaftschorle für 5 Fränkli, verzehrte mein zweites Frühstück und tanke meine Wasserflaschen wieder auf. Mit Schieben und teilweise Tragen geht es nun weiter zum Fimbapass auf 2.608 m. Mich begleiten bis dorthin drei Biker aus dem Berner Oberland. 1 1/4 Stunde ist für diesen Weg laut Hinweisschild angegeben. Wir sind allerdings in 45 Minuten oben. Nach einigen Fotos am Pass setzen wir die Tour in Richtung Engadin fort. Bis auf eine Höhe von 1.800 m kann ich das Rad fast nur schieben. Nur einige wenige kurze Passagen sind befahrbar. Nach dem gestrigen Sturz fährt nun natürlich auch eine gesunde Portion Respekt vor solch einem Gelände mit.

Auf einem gut planierten Schotterweg geht nun weiter nach Vna. Ab dieser Ortschaft kann ich die Abfahrt bis nach Ramosch auf den großzügig angelegten Serpentinen in rasanter Weise fortsetzen. Der kurze Wegabschnitt zwischen Ramosch und Sur En, dem Ausgangspunkt des Uina Tals ist in wenigen Minuten zurückgelegt. Rund 1.100 Höhenmeter sind an diesem Nachmittag zu bewältigen. 4 3/4 Stunden zeigt der Wegweiser zur Sesvenna-Hütte, meinem nächsten Quartier. Ich beginne die Fahrt durch eines der schönsten Schweizer Täler gelassen und schiebe das Rad an den besonders steilen Abschnitten. Die Hitze ist an diesem Tag fast unerträglich. Das Thermometer zeigt 33 °C. Ich kann meinen Flüssigkeitsbedarf kaum decken. Die Höhenmeter wollen auch nicht so recht zunehmen.Von oben kommen mir ständig Wanderer und Mountainbiker entgegen. Um 16 Uhr erreiche ich schließlich die Uina Detaind, eine urige Hütte mit vielen Haustieren. Ich trinke eine herzhaft schmeckende Buttermilch und treffe so einige Weggefährten, die auch noch zur Sesvennahütte wollen.

Nach weiteren 150 Höhenmetern beginnt die berühmte Uina Schlucht. Ich bin fasziniert von diesem Landschaftsgebilde. Auf einer Strecke von ca. 500 Metern schlängelt sich ein in Fels gehauener ca. 1m breiter Pfad durch das Gestein. Rechts geht es senkrecht in die Tiefe. Glücklicherweise ist an den meisten gefährlichen Stellen eine Seilsicherung angebracht. Mit der linken Hand am Seil führe ich mein Bike vorsichtig mit der rechten Hand entlang der Schlucht. Fahren kann hier beim besten Willen niemand. Ich fotografiere diese wirkliche Sehenswürdigkeit mehrmals. Dabei stürzt meine Radbrille leider in die Tiefe. Ich begegne dort einem holländischen Ehepaar, die überhaupt nicht verstehen können, wie man hier mit einem Fahrrad hinauf kommen kann.

Weiterlesen?

Das Buch unter dem Titel „Transalpen – Naturerlebnisse mit dem Mountainbike“ ist beim Verlag Lemm als A4 Hardcover, 80 Seiten, farbig unter der ISBN-Nr. 978-3-931635-68-8 zum Preis von 9,95 Euro erschienen. Das Buch kann im Buchhandel bestellt werden. Eine persönliche Signierung ist beim Autor selbstverständlich möglich.

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